Johannes-Passion - Warschauer Kammeroper & Maestro M. Maciaszczyk

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Johann Sebastian Bach - Johannes-Passion, BWV 245 Die Johannespassion wurde früher als die... mehr

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Johann Sebastian Bach - Johannes-Passion, BWV 245

Die Johannespassion wurde früher als die berühmte Matthäus-Passion (1729) geschrieben und über viele Jahre vom Thomaskantor selbst sorgfältig ausgefeilt. Komponiert und am Karfreitag 1724 in der Leipziger Nikolaikirche uraufgeführt, wurde das Werk in einer weiteren Fassung mit zahlreichen Änderungen später in einer anderen Leipziger Kirche – Thomaskirche – aufgeführt. Die heute meistgespielte Fassung ist eine Mischung aus der unvollendeten Neufassung von Ende 1730 und der vierten Fassung von 1749, ohne die späteren Textänderungen in den Arien. Damit war die Arbeit an der Passion jedoch nicht beendet. Die letzte zu Bachs Lebzeiten aufgeführte Variante stammt von 1749. Sie entspricht im Wesentlichen wieder der Struktur von 1724, ist jedoch im instrumentalen Bereich deutlich erweitert und enthält den längeren Satz 33. Es wird angenommen, dass die zwei Textstellen aus dem Matthäusevangelium, die in die Originalversion der Johannespassion eingefügt wurden (Matthäus 26: 75 Da dachte Petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte: "Ehe der Hahn krähen wird, wirst du mich dreimal verleugnen", und ging hinaus und weinte bitterlich.; Matthäus 27: 51-52 Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von obenan bis untenaus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, die Gräber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen), aufgrund einer Anordnung der Obrigkeit entfernt wurden (die Partitur sollte nur Originalmusik enthalten, die unter Berücksichtigung des Johannesevangeliums komponiert wurde). Als Ersatz fügte Bach zwei heute verschollene Sätze ein, vermutlich eine Tenor-Arie und eine Sinfonia.

Man sagt, die Passion, die den Weg Jesu von seiner Verhaftung bis zu seinem Tod am Kreuz beschreibt, sei ein Gebet Bachs selbst, sein tiefes Glaubensbekenntnis. Vom Eröffnungssatz Herr, unser Herrscher, dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist! bis zum letzten Ausdruck Ach Herr, lass dein lieb Engelein baut Bach mit jedem Satz und jeder Note Spannung auf – dieses außergewöhnliche Mysterium, das dem Dogma, der Essenz des christlichen Glaubens, zugrunde liegt. Im Johannes-Evangelium beschränkt sich die Beschreibung im Grunde auf eine „erzählende“ Darstellung der Verhörsszenen vor den Hohenpriestern und Pilatus. Und genau dieses Pathos, diese Atmosphäre ständiger dramatischer Erregung, muss Bach beunruhigt haben, da er die erwähnten mehreren Fragmente aus dem Matthäus-Evangelium verwoben hat, um das Gleichgewicht zu erreichen. Heute können wir hören, wie sehr die Beschreibung aus dem Johannesevangelium den Komponisten einschränkte und es unmöglich machte, die notwendigen Arien und Chöre in die Oratorienpassion einzufügen. Diese formale Freiheit fand Bach im Matthäusevangelium.

Dies wurde von Pater Julian Mieczyslaw Smierciak vom Institut für Musikwissenschaft der Katholischen Universität Lublin bemerkt: Bach schuf spontan, mit der Kraft seines Genies, und hielt sich nicht streng an musikalische Muster. Er hat nicht nach mathematischen Proportionen kopiert oder gerechnet, sondern, da er die Prinzipien der musikalischen Rhetorik perfekt kannte, hat er sie meisterhaft angewendet, um so wichtige Ereignisse wie die Passion Christi möglichst genau, mit möglichst viel Kraft und Wirkung und mit den besten Mitteln auszudrücken.

Johann Sebastian Bachs Musik scheint mit jeder Note die Richtigkeit der Worte Martin Luthers zu bestätigen, der sagte: Die Passion Christi lässt sich nicht mit Worten und Heuchelei ausspielen, sondern mit dem wirklichen Leben selbst. So erreichen die Passionswerke des Komponisten eine beispiellose Balance zwischen dem Ernst und der Last der Beschreibung der Passion des Herrn und der Perfektion der Phrase, ja sogar der Vergänglichkeit der Arie. Nomen est omen, beim Schaffen seiner Passion bezog sich Bach eben auf den Bericht des Johannesevangeliums in der Lutherübersetzung.

Die Gelehrten sagen direkt, dass Bach mit diesem Werk selbst zu Gott betet, und das Gewicht der Töne scheint um Erlösung zu bitten. Die Erlösung von uns allen.
Die Warschauer Kammeroper hat Bachs Oratorienmusik zu einer Art Markenzeichen gemacht und weil es Interpretationen auf dem Fundament eines der besten Ensembles unserer Zeit aufbaut, das sich auf Spiel historischer Instrumente oder deren Kopien spezialisiert – Musicae Antiquae Collegium Varsoviense – bietet es Musikliebhabern Erfahrungen, die auf der Welle historisch informierter Aufführungspraxis fließen.

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